Was tun: Vergriffene Werke wieder zugänglich machen

Vielen Autor/innen ist nicht bewusst, dass sie das Recht haben, eigene Werke, die im Handel nicht mehr erhältlich sind (vergriffen), erneut zugänglich zu machen. Wenn ein Verlag das ihm eingeräumte Recht auf Verwertung nicht mehr in Anspruch nimmt, d.h. das Buch oder den Artikel nicht mehr in Umlauf bringt, hat die Autorin oder der Autor ein Rückrufsrecht (nach §41 UrhG).

Zu beachten ist zweierlei: 1.)  müssen bestimmte Mindestfristen nach Vertragsabschluss eingehalten werden – maximal kann diese Frist fünf Jahre betragen; 2.) ist der Verwerter (Verlag) im Voraus darüber in Kenntnis zu setzen, d.h. ihm muss die Möglichkeit gegeben werden, das Nutzungsrecht wieder „zureichend“ auszuüben (sprich: das Werk wieder aufzulegen).

Konkret: Autor/innen von Werken, die vor 2010 erschienen und mittlerweile out of print sind, sollten die Möglichkeit prüfen, diese Texte in einem wissenschaftlichen Repositorium (zum Beispiel edoc-Server der Universitäten) einzustellen, um sie auf diese Weise wieder zugänglich zu machen.

Hinweise auf vergriffene Werke aus den Bereichen Fernseh-, Film- oder Medienwissenschaft werden in diesem Blog gerne entgegen genommen.

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