Historische Quelle: Illustrierte Magazine der klassischen Moderne

Wer nach historischen Quellen für Kultur, Kunst, Design und Alltagsleben der Weimarer Republik sucht, wird unter „Illustrierte Magazine der klassischen Moderne“ reichlich Material finden. Aufbereitet wurden unter anderem die

kompletten Beständen von „Querschnitt“, „UHU“, „Kriminal-Magazin“, dem „Jüdischen Magazin“, dem „Auto-Magazin“ und der „Revue des Monats“ […] mehr als 650 Ausgaben, 75.000 Druckseiten und über 50.000 Abbildungen

Hier die Ergebnisse für eine Recherche mit dem Stichwort „Film“, hier ein zeitlos gültiger Beitrag von Carl Einstein.

Ein Digitalisierungsprojekt der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und des Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt.

Für eine Medienanthropologie

Medienanthropologie stellt in interdisziplinärer Hinsicht die Frage danach, wie menschliches Sein, Dasein und Handeln mit Medialität zusammenhängt oder wie beides miteinander untrennbar verbunden ist. Es geht darum, „die Medialität, die  Medienbedingtheit und Medienverfasstheit menschlicher Daseinsvollzüge“ (KOMA) zu erforschen.

Christoph Wulf, Lehrstuhlinhaber an der FU Berlin für Anthropologie und Erziehung, hat zahlreiche Publikationen zur historischen Anthropologie online gestellt, von denen einige auch für Medienwissenschaft einschlägig sind. Hier eine Auswahl der dort eingestellten Titel (zum Menschen, zur Wahrnehmung, zum Schönen, zur Zeit, zum Lachen).

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Zeitschrift: Cinema – Die Filmjahrbücher

Die Schweizer Filmzeitschrift CINEMA stellt Artikel (seit Ausgabe #49) online bereit, sowie auch die Jahrbücher #49-60 im Volltext (PDF).

Themen: #49 Musik, #50 Essay, #51 Erotik, #52 Sicherheit, #53 Schön, #54 Stadt, #55 Politik, #56 bewegt, #57 Begrenzungen, #58 Manipulation, #59 Ende, #60 Rausch.

Zeitschrift: tiefenschärfe

Am Hamburger Institut für Medien und Kommunikation erscheint die Zeitschrift tiefenschärfe, die unter anderem Studierenden die Möglichkeit einer ersten Publikation bietet und Seminarergebnisse des Instituts veröffentlicht. Die Ausgaben ab 2001 sind als PDF-Dokumente abrufbar.

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dffb stellt Filme und Archiv-Materialien online

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) hat eine Website online gestellt, die Materialien aus den Archiven der Filmschule bereit stellt, unter anderem Kurzfilme und Dokumente von ehemaligen Studierenden (etwa Helke Sander, Harun Farocki, Wolfgang Petersen oder auch Holger Meins). Essays und Texte, beispielsweise zur „Berliner Schule“ (Teil 1 und Teil 2) oder zu Farocki als Lehrer sind dort ebenfalls zu finden.

Henry M. Taylor: Rolle des Lebens. Filmbiographie

Der Autor Henry M. Taylor stellt seine Monografie Rolle des Lebens: Die Filmbiographie als narratives System. Marburg 2002 [Züricher Filmstudien; 8] zum Download zur Verfügung. Das bei Schueren erschienene Buch ist out of print, eine Rezensionen findet man hier.

Mit «Rolle des Lebens» legt Henry McKean Taylor die erste umfassende Aufarbeitung des Genres aus theoretischer Sicht vor. Er behandelt die kulturhistorischen Hintergründe und gesellschaftlichen Implikationen der Filmbiographie und analysiert aus erzähltheoretischer Perspektive zahlreiche Beispiele, wobei er sich im Unterschied zu Studien aus dem angelsächsischen Raum nicht auf Filme des Hollywood-Kinos beschränkt, sondern auch europäische und sowjetische Werke berücksichtigt: Neue Deutsche Filme wie Jutta Brückners Kolossale Liebe, Francesco Rosis Mafia-Biographie Lucky Luciano oder auch Sergej Paradshanows Sajat Nowa.

Historische Filmzeitschrift: Kinema (1911-1919)

e-periodica istdie Open-Access-Plattform der ETH Zürich für digitalisierte Schweizer Zeitschriften. Verfügbar über die Plattform ist unter anderem das Archiv der ersten Schweizer Filmzeitschrift Kinema (Zeitraum 3/1913-9/1919).

„Kinema“ (1911-1919) war die erste Schweizer Filmzeitschrift. Das wöchentlich erscheinende Branchenblatt vertrat die Interessen der Kinobetreiber und Filmverleiher. Man äusserte sich zu Fragen der Filmkunst, verteidigte das Kino gegen Anfeindungen oder nahm Stellung zu behördlichen Regulierungsmassnahmen (beispielsweise Kinoschliessungen infolge der Grippeepidemie von 1918). Die Fachzeitschrift diente ebenso den alltäglichen Geschäftsbedürfnissen der aufstrebenden Unterhaltungsindustrie (internationale Neuigkeiten, Verbandsnachrichten, Filmbeschreibungen oder Verleih-Inserate).