BUCH Hartmut Winkler: Prozessieren. Die dritte Medienfunktion

Hartmut Winkler hat der ohnehin umfangreichen Volltextsammlung auf seiner Homepage Open Desk  (die seit mittlerweile 20 Jahren online ist: Glückwünsche!) seine aktuellste Publikation hinzugefügt:

Hartmut Winkler: Prozessieren. Die dritte, vernachlässigte Medienfunktion. München: Fink 2015.

Aus den Verlagsinformationen:

Übertragen, Speichern und Prozessieren gelten als die drei zentralen Medienfunktionen. ›Übertragen‹ meint die Fähigkeit der Medien, räumliche Distanzen zu überwinden. Das ›Speichern‹ steht für die Überwindung der Zeit, für Traditionsbildung und kulturelle Kontinuierung. Was aber ist mit der dritten Medienfunktion, dem Prozessieren?
Der Begriff stammt aus dem Umfeld des Computers; Computer übertragen und speichern Daten nicht nur, sondern sie verknüpfen sie, verändern sie und formen sie um. Aber handelt es sich tatsächlich um eine dritte Medienfunktion, die gleichrangig ist mit Speichern und Übertragen? Das Buch untersucht, was Prozessieren auf dem Terrain der Medien bedeutet.

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BUCH: Volker Pantenburg: Farocki/Godard. Film as Theory


Die filmtheoretische Studie von Volker Pantenburg: Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard (Bielefeld: transcript 2006) ist in der OAPEN Library in der englischen Übersetzung, ergänzt um ein neues Vorwort, veröffentlicht worden: Farocki/Godard. Film as Theory, Amsterdam University Press 2015 (weitere Informationen hier).

Zur Website von Volker Pantenburg hier.

»C’est le film qui pense«, sagt Jean-Luc Godard: Der Film mit seinen Bild- und Tonfolgen sei als eigenständige Form des Denkens aufzufassen und eröffne andere Reflexionsmöglichkeiten als die Sprache.
Dabei ist dem Medium Film die theoretische Abstraktion scheinbar fremd – zu sehen ist stets Konkretes: Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein, Arbeiter kommen aus einem Fabriktor, eine Frau verkauft Zeitungen auf den Champs-Elysées. Angefangen mit den Montagetheorien des russischen Films hat es jedoch immer wieder Versuche gegeben, durch die Kombination von Einstellungen Theoretisches sichtbar zu machen; es nicht als Worte an die Bilder heranzutragen, sondern innerhalb des Mediums selbst zu artikulieren. Jean-Luc Godard und Harun Farocki arbeiten seit Jahrzehnten an einer solchen Praxis des »Films als Theorie«, in deren gedanklichem Zentrum der Schneideraum steht.

OA-Journal: Apparatus – Film, Media and Digital Cultures

Ich wurde auf eine neue medien- und kulturwissenschaftliche OA-Zeitschrift aufmerksam gemacht:

Apparatus. Film, Media and Digital Cultures of Central and Eastern Europe thematisiert „Film- und digitale Medienkulturen in ost-, mittel- und südosteuropäischen Ländern“, erscheint seit 2015 (aktuell: zwei Ausgaben), wird vom Osteuropa-Institut der FU Berlin unterstützt, von einer internationalen Redaktion betreut und veröffentlicht nach einem double blind peer review-Verfahren.

Das Archiv der Zeitschrift findet man hier.

OA-Bücher: Bildkulturen

Open-Access-Publikationen der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Bildkulturen:

Angaben zu den Inhalten

Vortragsreihe: Wechselspiele cineludischer Formen

Die Ausstellung Film & Games – Ein Wechselspiel im Frankfurter Filmmuseum (Juli 2015 – Januar 2016) wurde von einem Workshop Wechselspiele cineludischer Formen der AG Games begleitet:

Im Mittelpunkt standen sowohl die Veränderungen der Formensprache des Films durch das ästhetische Repertoire der Games als Spiel mit audiovisuellen Erwartungshaltungen, als auch die Aneignung und kreative Transformation filmischer Standardsituationen, Szenarien und Stilmittel durch Videospiele.

Die Vorträge wurden aufgezeichnet und sind über das Videoportal der Universität Siegen abrufbar.

Zur Übersicht der Vorträge