OA-Bücher: Bildkulturen

Open-Access-Publikationen der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Bildkulturen:

Ingeborg Reichle, Steffen Siegel, Achim Spelten (Hg.): Visuelle Modelle. München: Fink 2008 (hier zur Informationsseite):

Modelle sind unverzichtbare Werkzeuge unseres Denkens, Erkennens und Handelns. Als Bildkörper des Wissens steuern visuelle Modelle unsere Orientierung in der Welt. Sie geben Dingen, die selbst flüchtig, komplex oder unbestimmt sind, eine manifeste Gestalt. Doch entfalten Modelle aufgrund ihrer konkreten Eigenschaften eine nur schwer zu bändigende visuelle Kraft. Ihre Anschaulichkeit besitzt ein Eigenleben: Modelle legen bestimmte Interpretationen nahe und schließen andere aus. An Modelle muss daher stets die Frage nach Gewinn und Verlust für unsere Wahrnehmung und Erfahrung gestellt werden. Die Interpretation von Modellen ist immer auch eine Interpretation unserer eigenen Wahrnehmung. Daher sind visuelle Modelle stets zugleich Modelle der Visualität.

 

Ingeborg Reichle, Steffen Siegel (Hg.): Maßlose Bilder: visuelle Ästhetik der Transgression. München: Fink 2009 (hier zur Informationsseite)

Bildern wird überraschend viel zugetraut. Hinter der vielfach erhobenen Rede von der Macht der Bilder steht eine noch wenig erforschte Faszination für die Kraft von Bildmedien, die sich kaum in den engen Grenzen eines Bilderrahmens, einer Kinoleinwand oder eines Bildschirms bändigen lässt. Die Beiträge dieses Bandes, die von der Kunstgeschichte bis zur Kulturwissenschaft, von der Astrophysik bis zur Philosophie und Medienwissenschaft reichen, erörtern die vielfältigen Phänomene einer Transgression solcher Rahmungen. Das gemeinsame Interesse richtet sich hierbei auf Formen der Überschreitung des Visuellen und deren ästhetische, epistemologische, soziale und medientheoretische Funktionen; kurz: auf maßlose Bilder.

 

Ingeborg Reichle, Steffen Siegel, Achim Spelten (Hg.): Verwandte Bilder. Die Fragen der Bildwissenschaft. 2008 (2., durchgesehene Auflage). Kulturverlag Kadmos (Reihe Kaleidogramme, Bd. 19), Berlin. (zur Informationsseite)

Das, was wir »Bilder« nennen, ist keine sehr einheitliche Gemeinschaft. Aber trotzdem scheinen sie alle miteinander in Verbindung zu stehen. Ein Ölgemälde und ein Diagramm, ein Radarbild und eine Madonnenfigur, eine Landkarte und eine Mandelbrot-Menge erschließen sich uns auf sehr verschiedenen Wegen. Bildlichkeit ist kein Merkmal, das überall die gleiche Form annimmt und das überall auf gleiche Weise wahrnehmbar ist. Die Fragen der Bildwissenschaft richten sich daher nicht auf das Bild im Singular, sondern auf das weit gespannte Netz von Bildverwandtschaften, welches sie alle als eine Welt des Sichtbaren zusammenhält.

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