Weber/Weber (1836): Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge

Die Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge. Eine anatomisch-physiologische Untersuchung, von den Brüdern Wilhelm und Eduard Friedrich Weber erschien 1836 und war (nach Friedrich Kittler) der erste Versuch, das „Optisch-Unbewusste“, also das, was sich menschlicher Wahrnehmung entzieht, mit Hilfe von Formeln und Zahlen erst zu berechnen und anschließend im „lebendigen Bild“ zu visualisieren, mit anderen Worten: Weber/Weber stehen an einem (der vielen) Anfänge der Film- bzw. Bewegtbildgeschichte.

Der Hinweis auf die Weber-Brüder stammt übrigens vom Physiologien und Präsident der Akademie der Wissenschaften Emil Du Bois-Reymond, in einer Rede über Naturwissenschaft und bildende Kunst. Zur Feier der Leibniz-Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin gehalten am 3. Juli 1890.

Siehe dazu auch: Stefan Rieger: „Die Semiotik des Lebens. Physiologie als Mediengeschichte“, in: Ulrich Bröckling u.a. (Hg.), Disziplinen des Lebens. Zwischen Anthropologie, Literatur und Politik, Tübingen: Gunter Narr 2004, (Literatur und Anthropologie; 20), 189-202, dort S. 200ff.

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