Neues OA-Journal: mediaesthetics – Journal of Poetics of Audiovisual Images

mediaesthetics – Journal of Poetics of Audiovisual Images ist eine neue Online-Zeitschrift, die von der Kollegforschergruppe Cinepoetics an der FU Berlin herausgegeben wird und als Open-Access-Journal erscheint. Selbsterklärtes Ziel ist, neue Wege zu finden, Analysen von audiovisuellen Bewegtbildern auf digitalem Wege zu veröffentlichen.

Gerade im Bereich der Medien- und Filmanalyse sind bestimmte Beobachtungen und Inhalte nur in der engen Vernähung von Text und (Bewegt-)Bild adäquat vermittelbar. Was in Tagungspräsentationen mühelos gelingt – Text, Bild und Klänge miteinander in Dialog zu bringen – ist in Printpublikationen schlichtweg unerreichbar. Die Alternative, Blogbeiträge zu verfassen, in denen Videos, Audiodateien und Standbilder mühelos eingebettet werden können, bietet zwar technisch eine Lösung für die angesprochenen Probleme, eignet sich aber kaum als wissenschaftliches Publikationsforum – die Stichworte sind hier u.a. Qualitätssicherung und persistente Zitierbarkeit. Zu flüchtig scheint das Netz, um wissenschaftlichen Standards zu genügen.

mediaesthetics möchte genau in diese Lücke stoßen. Wir verfolgen die Idee einer open-access Online-Publikation, deren Aufgabe es sein soll, der Methode und Praxis film- bzw. medienwissenschaftlicher Forschungsbeiträge eine Gestalt zu verleihen, die das wissenschaftliche Schreiben, Beschreiben, Zitieren und Argumentieren mit der Dynamik und Zeitlichkeit des audiovisuellen Bildes und mit den dynamischen Möglichkeiten digitaler Veröffentlichungsformate verschränkt.

Die erste Nummer befasst sich mit Kriegsfilmen, Western, Genre u.a. mehr.

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Persönliche Websites: Ute Holl, Thomas Waitz, Anton Fuxjaeger

Viele Film-/Medienwissenschaftler_innen stellen auf ihren Websites eigene Texte zum Download bereit. Hier eine zufällige Auswahl:

Étienne Soriau: Die verschiedenen Modi der Existenz

meson press, ein Projekt des (eingestellten) Hybrid Publishing Lab der Universität Lüneburg, hat ein Werk des französischen Philosophen Étienne Soriau erstmals ins Deutsche übersetzen lassen: Die verschiedenen Modi der Existenz (Les Différents modes d’existence)

Wie Gilles Deleuze und William James vertritt Souriau dabei die These eines existenziellen Pluralismus: Es gibt Phänomene, Dinge, das Virtuelle, fiktionale Wesen – die Existenz ist polyphon.

Wenige Jahre nach dem ursprünglich 1943 publizierten Werk veröffentlichte Soriau den Aufsatz, der die Filmologie begründen sollte: Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie. Zum Einfluss von Soriau auf die Entwicklung der Filmwissenschaft vgl. die Aufsätze von Frank Kessler zum Vokabular der filmologischen Schule sowie zur Diegese, beide erschienen in montage/av.