Quellen zur Schweizer Film- und Kinogeschichte

Zwei Quellen zur Schweizer Film- und Kinogeschichte, verfügbar über die ETH Zürich:

  • Kinema online: Kinema (1911–1919, überliefert ab 1913) war die erste überregionale Filmzeitschrift der Schweiz und wurde zunächst von Georges Hipleh jr., dann von wechselnden Verlagsgesellschaften herausgegeben. Seit der Gründung des Schweizerischen Lichtspieltheater-Verbands im Jahr 1915 (heute: Schweizerischer Kino-Verband) war Kinema sein offizielles Organ. Das wöchentlich erscheinende Branchenblatt vertrat die Interessen der Schweizer Kinobetreiber und Filmverleiher.

 

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Filmfrauen – Zeitzeichen : Frauenbilder im Film (1997)

In der Reihe Potsdamer Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung sind bereits 1997 drei Bände zur Filmgeschichte erschienen: Filmfrauen – Zeitzeichen : Frauenbilder im Film der 40er, 60er und 90er Jahre

Band I: Diva:

  • »Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n«. Zarah Leander als Verkörperung der ‘neuen deutschen Frau’. Analyse des Films »Die große Liebe« (Irene Dölling)
  • Cleopatras Streben nach Macht – Ein Gleichnis für den Aufbruch der US-amerikanischen Vorort-Hausfrauen? Analyse des Films »Cleopatra« (Ina Dietzsch)

Band II: Arbeiterin:

  • England im Aufbruch. Alltagserfahrungen und ökonomische, soziale und kulturelle Rahmenbedingungen in England am Ende der 50er bis zum Anfang der 60er Jahre (Susan Geißler)
  • Die VerliererInnen des Aufbruchs. Wie über AußenseiterInnen die (Geschlechter-)Normen der neuen britischen Mittelschichten diskursiviert werden. – Analyse des Films »Bitterer Honig« (Juliane Rödel)
  • »Wir alle lieben Paula, aber uns liegt an Paul« – Wie über die ‘Weiblichkeit’ einer Arbeiterin der „sozialistische Mensch“ konstruiert wird. Analyse des Films »Die Legende von Paul und Paula« (Irene Dölling)

Band III: Girlie

  • Paulas „Töchter“ on the road. Postmoderne ‘Weiblichkeit’ und sozialer Umbruch im Osten. Analyse des Films »Burning Life« (Irene Dölling)
  • Tank Girl. Die Zähmung einer widerständigen Comicfigur Analyse des Films »Tank Girl« (Ina Dietzsch)

Als zusätzlicher Hinweis: Das Frauenbild in Spielfilm und Theater der DDR untersucht diese Dissertation:

Peggy Mädler, Bianca Schemel: Sie lebt für ihre Arbeit. Die schöne Arbeit. Gehen sie an die Arbeit. Die Inszenierung von Arbeit und Geschlecht in Dramatik und Spielfilm der DDR. Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III, 2009.

 

Digitale Repositorien und Sammlungen: Frankreich

Der Versuch einer Übersicht über zahlreiche französischsprachige OA-Repositorien:

Historische Quellen:

Le Cnum. Conservatoire numérique des Arts et Métiers, dort vor allem die Sammlung Technologies de l’information et de la communication; dort findet man z.B. die Études photographiques sur la locomotion de l’homme et des animaux (Paris : [Gauthier-Villars], 1883-1887) von Étienne-Jules Marey

Gallica ist die digitale Bibliothek der französischen Nationalbibliothek (BNF). Dort findet man z.B. von Alphonse Bertillon: Identification anthropométrique. Instructions signalétiques (Paris 1885) oder die Filmzeitschrift Cinéma. Annuaire de la projection fixe et animée (1911-1914) oder einzelne Ausgaben von Le Film : hebdomadaire illustré : cinématographe, théâtre, concert, music-hall (1919). Hier die Ergebnisse einer Recherche nach dem Stichwort „cinématographe“.

Wissenschaftliche OA-Repositorien:

Persée ist ein Repositorium französischsprachiger wissenschaftlicher Zeitschriften, vor allem aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Sammlung Arts (Histoire de l’art, Architecture) enthält u.a. die Zeitschrift Vibrations. Musiques, médias, société (1985-1991) (hier ein Themenschwerpunkt zu Filmmusik).

Die legendäre Zeitschrift Communications (1961-) ist ebenfalls (auf persée) vollständig online. Dort findet man beispielsweise zahlreiche Aufsätze von Roland Barthes (hier die Übersicht über alle Texte), etwa die Rhetorik des Bildes, oder den Real(ität)seffekt (hier eine deutsche Übersetzung). Oder die extrem einflussreiche Nummer 23 (1975) zu Psychoanalyse und Kino, mit Aufsätzen von Bellour, Metz, Baudry, Kristeva, Barthes, Guattari, Kuntze u.a. mehr.

érudit ist die Online-Plattform für frankophone wissenschaftliche Publikationen aus den USA und Kanada. Dort fidmnet man u.a. die zeitschrift Cinémas : revue d’études cinématographiques / Cinémas: Journal of Film Studies; sowie Intermédialités : histoire et théorie des arts, des lettres et des techniques / Intermediality: History and Theory of the Arts, Literature and Technologies. (Ausgaben sind zum Teil erst nach einer Frist online)

OpenEdition schließlich „est un portail de ressources électroniques en sciences humaines et sociales.“ Die plattform umfasst u.a. das Repositorium für wissenschaftliche Zeitschriften revues.org, dort findet man u.a.

und andere mehr.

 

 

 

Mediathek der Uni Graz: Filmclips

Hunderte von Filmclips, auch aus Klassikern der Filmgeschichte, stellt die Mediathek der Universität Graz bereit. Die Clips dienen als Vorschau oder Ausschnitt der im Bestand vorhandenen Video-DVDs.

Systematisch Liste (Bereich Dokumentation/Spielfilm):

Rabbit Eye (9/2016): Billy Wilder

Neue Ausgabe der Online-Zeitschrift Rabbit Eye: Billy Wilder.

Inhalt:

Weber/Weber (1836): Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge

Die Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge. Eine anatomisch-physiologische Untersuchung, von den Brüdern Wilhelm und Eduard Friedrich Weber erschien 1836 und war (nach Friedrich Kittler) der erste Versuch, das „Optisch-Unbewusste“, also das, was sich menschlicher Wahrnehmung entzieht, mit Hilfe von Formeln und Zahlen erst zu berechnen und anschließend im „lebendigen Bild“ zu visualisieren, mit anderen Worten: Weber/Weber stehen an einem (der vielen) Anfänge der Film- bzw. Bewegtbildgeschichte.

Der Hinweis auf die Weber-Brüder stammt übrigens vom Physiologien und Präsident der Akademie der Wissenschaften Emil Du Bois-Reymond, in einer Rede über Naturwissenschaft und bildende Kunst. Zur Feier der Leibniz-Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin gehalten am 3. Juli 1890.

Siehe dazu auch: Stefan Rieger: „Die Semiotik des Lebens. Physiologie als Mediengeschichte“, in: Ulrich Bröckling u.a. (Hg.), Disziplinen des Lebens. Zwischen Anthropologie, Literatur und Politik, Tübingen: Gunter Narr 2004, (Literatur und Anthropologie; 20), 189-202, dort S. 200ff.

Geschichte der Filmkritik: Die Weltbühne (1918-1932)

Die Weltbühne (1918-1932) war eine der wichtigsten Wochenzeitschriften für Kultur, Politik, Gesellschaft in der Weimarer Republik. Gegründet wurde sie von Siegfried Jacobsohn (erst als Die Schaubühne), später übernahmen Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky die Leitung. Die Ausrichtung der Weltbühne war linksliberal, zu ihren Autor/innen gehörten Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Alfred Polgar u.v.a. mehr.

Auch zu Film und Kinematographie erschienen regelmäßig Rezensionen und Diskussionsbeiträge, trotz seiner Aversion gegen den „Kulturfaktor Film“ bemühte Jacobsohn sich um eine kontinuierliche Filmkritik. So finden sich in der Weltbühne unter anderem Beiträge von Rudolf Arnheim (der als Redakteur angestellt war)  und Béla Balázs (eine  ausführliche und unvollständige Liste von Autoren und Texten zum Film steht unten).

Hier geht es zur Übersicht über die Ausgaben, mit Links auf die jeweiligen Jahrgänge.

Für eine Studie zur Frühgeschichte deutscher Filmtheorie siehe Habilitationsschrift von Helmut Diederichs: Frühgeschichte deutscher Filmtheorie.  Ihre Entstehung und Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg (Frankfurt am Main 1996) sowie, vom selben Autor, der Historische Abriss der deutschsprachigen Filmkritik 1909 bis 1969, Vortrag bei der SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien, Wien, 23.11.1996.

Hier ein Aufsatz von Michael Grisko zur Filmkritik in der Vorgängerzeitschrift Die Schaubühne (1905-1918).

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Linksammlung zu filmhistorischen Quellen

The Promise of Cinema. German Film Theory 1907-1933, (hg. v. Anton Kaes,  Nicholas Baer, Michael Cowen), University of California Press, 2016 versammelt 278 ins Englische übersetzte, urspüngliche deutschsprachige Beiträge (siehe Inhaltsverzeichnis) zur Filmdebatte aus der Zeit vor 1993 (vgl. hier und hier für entsprechende deutsche Anthologien).

Begleitend zur Publikation wurde eine ausführliche und hoch informative Website erstellt, die wiederum eine umfangreiche Linkliste auf mehr als dreißig deutschsprachige Filmpublikationen aus der Zeit vor 1933 enthält. Die Texte diskutieren u.a. die technischen, ästhetischen, moralischen und urheberrechtlichen Aspekte der Kinematographie. Auch der Kaiser im Film wird natürlich ausführlich gewürdigt, ebenso wie Kino und Erdkunde.

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Filmgeschichte: Der gezeichnete Film und Arbeiten mit Filmen

Zwei filmhistorische Quellen aus den Digitale Sammlungen der Universitätsbibliothek Weimar:

 

Filmblatt (Cinegraph)

Filmblatt (Cinegraph) wird seit 1996 herausgegeben durch CineGraph.

Die filmwissenschaftliche Zeitschrift konzentriert sich auf bisher vernachlässigte Aspekte und Genres des deutschen Filmerbes. Sie dokumentiert die Aktivitäten des Vereins – vor allem die Filmreihen „FilmDokument“ und „Wiederentdeckt“ –, berichtet aus den Filmarchiven und -forschungseinrichtungen und enthält Fachrezensionen aktueller Filmliteratur.

Cinegraph ist im Volltext erhältlich von Jg. 1 (1996) − Jg. 6 (2001), für spätere Ausgaben liegen meist ausgewählte Beiträge sowie das Inhaltsverzeichnis vor.

Historische Filmzeitschrift: Kinema (1911-1919)

e-periodica istdie Open-Access-Plattform der ETH Zürich für digitalisierte Schweizer Zeitschriften. Verfügbar über die Plattform ist unter anderem das Archiv der ersten Schweizer Filmzeitschrift Kinema (Zeitraum 3/1913-9/1919).

„Kinema“ (1911-1919) war die erste Schweizer Filmzeitschrift. Das wöchentlich erscheinende Branchenblatt vertrat die Interessen der Kinobetreiber und Filmverleiher. Man äusserte sich zu Fragen der Filmkunst, verteidigte das Kino gegen Anfeindungen oder nahm Stellung zu behördlichen Regulierungsmassnahmen (beispielsweise Kinoschliessungen infolge der Grippeepidemie von 1918). Die Fachzeitschrift diente ebenso den alltäglichen Geschäftsbedürfnissen der aufstrebenden Unterhaltungsindustrie (internationale Neuigkeiten, Verbandsnachrichten, Filmbeschreibungen oder Verleih-Inserate).

 

Historische Quelle: Bild &Film

Bild & Film: Zeitschrift für Lichtbilderei u. Kinematographie war eine pädagogische Zeitschrift, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg im Verlag der Lichtbilderei, München-Gladbach publiziert wurde. Zu den Rubriken gehörten „Abhandlungen“, Rundschau“, „Rechtswesen: Polizei“, „Technik“, „Vom Markt“, „Literatur“.

Zugriff auf das Archiv von insgesamt nur vier Ausgaben (1912-1914) erhält man via DigiZeitschriften und Scripta Paedagogica Online.

Quelle der Filmgeschichte: Ufa-Geschäftsbericht 1918-1937

Eine Quelle für die deutsche Filmgeschichte: Geschäftsbericht der Universum-Film. Aktiengesellschaft für die Geschäftsjahre 1918/19-1936/37. Hrsg. Universum-Film AG, Berlin, 1920-1937.

Zu den Filmgenres der UfA: Klaus Kreimeier: Von Henny Porten zu Zarah Leander. Filmgenres und Genrefilm in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, montage av 3/2/1994, 41-53.

 

Traum und Exzess: Materialien zum frühen Kino

Der Filmhistoriker Klaus Kreimeier stellt auf seinem Weblog Traum und Exzess Filme und Texte zum frühen Kino (1890-1915) bereit. Der Blog ergänzt und begleitet die Publikation gleichen Titels. Aktueller Bestand: 593 Titel aus den Anfangsjahren des Films, sortiert nach Genres.

Grandma’s Reading Glass. P and R: George A. Smith, UK 1900

(Dieser Eintrag ist ein Update zu einem früheren Blogpost.)

Linktipps: Filmarchive online und Audiovisuelles Kulturerbe

Im Archiv deutscher Wochenschauen sind aktuell über 6.000 Beiträge online recherchierbar und abrufbar. Das Archiv ist eine Abteilung des Bundesarchiv-Filmarchivs Berlin, in Kooperation mit weiteren Institutionen. Über eine Suchmaschine lässt sich der Bestand des Bundesarchivs recherchieren. Über die Online-Filmothek sind weitere Bestände einsehbar.

filmarchives online ermöglicht einfachen und kostenfreien Zugang zu Bestandinformationen von Filmarchiven aus ganz Europa.

memento movie ist der Weblog von Chris Wahl (Filmuniversität Babelsberg) und Jürgen Keiper (Deutsche Kinemathek) zum Audiovisuelle Kulturerbe.