Ausgabe (15) von nachdemfilm: Unsichtbares Kino

Die 15. und neueste Ausgabe des  filmwissenschaftlichen Online-Journals nachdemfilm trägt den Titel: Das Unsichtbare Kino.

Verschwindet mit dem Film eine Art Sinnbild eines langen 20. Jahrhunderts? Und können seine Produktions- und Wahrnehmungsweisen, seine veränderten Begriffe von Kunst und Geschichte in einem Filmmuseum aufgehoben werden?

Mit Beiträgen von Siegfried Mattl, Noam M. Elcott, Daniel Fitzpatrick, Nicole Brenez und Winfried Pauleit. Außerdem Chris Dercon und Lars Henrik Gass im Gespräch mit Barbara Pichler sowie Jacques Rancière mit Bert Rebhandl.

Hervorgegangen aus einer Veranstaltung des Filmmuseum Wien im November 2014.

Inhalt

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BUCH: Volker Pantenburg: Farocki/Godard. Film as Theory


Die filmtheoretische Studie von Volker Pantenburg: Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard (Bielefeld: transcript 2006) ist in der OAPEN Library in der englischen Übersetzung, ergänzt um ein neues Vorwort, veröffentlicht worden: Farocki/Godard. Film as Theory, Amsterdam University Press 2015 (weitere Informationen hier).

Zur Website von Volker Pantenburg hier.

»C’est le film qui pense«, sagt Jean-Luc Godard: Der Film mit seinen Bild- und Tonfolgen sei als eigenständige Form des Denkens aufzufassen und eröffne andere Reflexionsmöglichkeiten als die Sprache.
Dabei ist dem Medium Film die theoretische Abstraktion scheinbar fremd – zu sehen ist stets Konkretes: Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein, Arbeiter kommen aus einem Fabriktor, eine Frau verkauft Zeitungen auf den Champs-Elysées. Angefangen mit den Montagetheorien des russischen Films hat es jedoch immer wieder Versuche gegeben, durch die Kombination von Einstellungen Theoretisches sichtbar zu machen; es nicht als Worte an die Bilder heranzutragen, sondern innerhalb des Mediums selbst zu artikulieren. Jean-Luc Godard und Harun Farocki arbeiten seit Jahrzehnten an einer solchen Praxis des »Films als Theorie«, in deren gedanklichem Zentrum der Schneideraum steht.

Vortragsreihe: Wechselspiele cineludischer Formen

Die Ausstellung Film & Games – Ein Wechselspiel im Frankfurter Filmmuseum (Juli 2015 – Januar 2016) wurde von einem Workshop Wechselspiele cineludischer Formen der AG Games begleitet:

Im Mittelpunkt standen sowohl die Veränderungen der Formensprache des Films durch das ästhetische Repertoire der Games als Spiel mit audiovisuellen Erwartungshaltungen, als auch die Aneignung und kreative Transformation filmischer Standardsituationen, Szenarien und Stilmittel durch Videospiele.

Die Vorträge wurden aufgezeichnet und sind über das Videoportal der Universität Siegen abrufbar.

Zur Übersicht der Vorträge

Henry M. Taylor: Rolle des Lebens. Filmbiographie

Der Autor Henry M. Taylor stellt seine Monografie Rolle des Lebens: Die Filmbiographie als narratives System. Marburg 2002 [Züricher Filmstudien; 8] zum Download zur Verfügung. Das bei Schueren erschienene Buch ist out of print, eine Rezensionen findet man hier.

Mit «Rolle des Lebens» legt Henry McKean Taylor die erste umfassende Aufarbeitung des Genres aus theoretischer Sicht vor. Er behandelt die kulturhistorischen Hintergründe und gesellschaftlichen Implikationen der Filmbiographie und analysiert aus erzähltheoretischer Perspektive zahlreiche Beispiele, wobei er sich im Unterschied zu Studien aus dem angelsächsischen Raum nicht auf Filme des Hollywood-Kinos beschränkt, sondern auch europäische und sowjetische Werke berücksichtigt: Neue Deutsche Filme wie Jutta Brückners Kolossale Liebe, Francesco Rosis Mafia-Biographie Lucky Luciano oder auch Sergej Paradshanows Sajat Nowa.

oa books: Blog zum Publizieren in der Wissenschaft

Sarah-Mai Dang: Chick FlicksSarah-Mai Dang, Filmwissenschaftlerin an der FU Berlin, hat einen Blog zum Open-Access-Publizieren in der Wissenschaft eröffnet, in dem sie Aktuelles, Kommentare, Links zum Thema postet.

Konsequenter- und schönerweise stellt sie dort auch ihre Dissertation Chick Flicks. Film, Feminismus und Erfahrung online zur Verfügung, und das gleich in zwei Versionen: in der urprünglich eingereichten, akademischen Fassung der Qualifikationsschrift und als lektorierte und kommentierbare Version auf der Website. Zusätzlich erscheint die lektorierte Fassung im April als Print-on-Demand-Version (Hamburg: tredition).

 

Rezensionen: [rezens.tfm]

Am Wiener Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft erscheint halbjährlich das online frei zugängliche e-Journal [rezens.tfm] für wissenschaftliche Rezensionen. Veröffentlicht werden Besprechungen fachrelevanter Neuerscheinungen aus den Bereichen Theater-, Film-, Medien- und Kulturwissenschaft. Die Beiträge dort gehen zurück bis 2008, die alte Website (Texte vor 2008) ist aber auch noch erreichbar.

Zur Erinnerung: Auch die Marburger Rezensionszeitschrift MEDIENwissenschaft: Rezensionen | Reviews ist online frei erhältlich (als Open Access-Journal).

 

Online-Publikation: escape! Strategien des Entkommens

Vom 2.-4. Mai 2013 fand am tfm-Institut der Universität Wien die Konferenz Escape – Strategien des Entkommens statt. Schon vor einiger Zeit wurde eine Auswahl der Vorträge in Form einer Online-Publikation: escape! veröffentlicht. Für Filmwissenschaft besonders einschlägig:

Open-Access-Publikationen der UB Frankfurt

Der Publikationsserver der Goethe-Universität Frankfurt am Main bietet Open-Access-Publikationen zu Film, Fernsehen, Medien (und natürlich vielen anderen Themen). Zugriff auf Ressourcen der Film- und Fernsehwissenschaft erhält man über einen Suchbegriff (z.B. Film, Fernsehen) oder über die DDC-Klassifikation (z.B. auf 791 Öffentliche Darbietungen, Film, Rundfunk).

Zeitschrift: POP. Kultur und Kritik

POP. Kultur und Kritik erscheint seit 2012 (zwei Ausgaben pro Jahr) und analysiert und kommentiert wichtige Tendenzen der aktuellen Popkultur in den Bereichen von Musik und Mode, Politik und Ökonomie, Internet, Film, Fernsehen sowie Literatur und Kunst. Die Zeitschrift bietet feuilletonistische Artikel und Essays mit kritisch pointierten Zeitdiagnosen sowie wissenschaftliche Aufsätze, die sich in Überblicksdarstellungen zentralen Themen der zeitgenössischen Popkultur widmen.

Gefördert wird die POP von der DFG. Sechs Monate nach Erscheinen der Druckausgabe (bei transcript) wird sie als Open-Access-Journal veröffentlicht (ohne Abbildungen). Die Artikel sind jeweils über URN identifizierbar.

Deutsches Filmmuseum: Lectures, Pasolini

Das Deutsche Filmmuseum stellt über seinen YouTube-Kanal zahlreiche Vorträge online bereit, unter anderem zu Jean-Luc Godard, Andy Warhol oder Pier Paolo Pasolini.

Rembert Hüser: „Schwein oder Nicht-Sein“. Vortrag zu PORCILE [Der Schweinestall] (Italien/Frankreich 1969. R: Pier Paolo Pasolini), gehalten am 6.11.2014 in Frankfurt/Main.

Ramón Reichert: Im Kino der Humanwissenschaften (2007)

Ramón Reichert: Im Kino der Humanwissenschaften. Studien zur Medialisierung wissenschaftlichen Wissens. transcript: Bielefeld 2007

In diesem Buch wird erstmals der Stellenwert der audiovisuellen Medien für die Herstellung und Popularisierung von Wissen aufgezeigt. Der historische Rahmen der Studie erstreckt sich dabei von den kinematographischen Bewegungsstudien in Psychiatrie und Physiologie Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Einsatz von Video in den sozialpsychologischen Experimenten der 1970er Jahre. Mit dem Gebrauch von Bewegtbildern zu Zwecken der Kontrolle, Aufzeichnung und Demonstration veränderte sich die gesamte Experimentalkultur der Wissenschaft. Vor dem Hintergrund flexibler medienkultureller Kontexte transformiert sich das Labor zusehends in ein Filmstudio des Wissens, in welchem die Versuchsanordnung am Storyboard entworfen, die epistemischen Gegenstände in Szene gesetzt und die Probanden gecastet werden.

Zu den Verlagsinformationen.

Open Access-Titel bei [transcript]

Der Bielefelder [transcript] Verlag für Kommunikation, Kultur und soziale Praxis hat zahlreiche seiner (zum Teil im Print vergriffenen) Publikationen unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-NC-ND 3.0 DE) freigegeben:

 

Filmwissenschaftliche Hochschulschriften (Open Access) der Universität Wien

Suche in den Hochschulschriften der Universität Wien nach Fachgebieten:

Globale Suche im Verzeichnis der Hochschulschriften des Österreichischen Bibliotheksverbundes: Suchbegriff „Fernsehen“ und „Film„.

montage av: Bildspannung und Neues Fernsehen

Zwei neue (alte) Ausgaben der Zeitschrift montage AV sind im Archiv freigegeben worden:

  • Neues Fernsehen (21/1/2012) nimmt »den Wandel des Fernsehens im digitalen Zeitalter [und] die damit verbundenen Ausdifferenzierungen und Konvergenzen des Mediums in den Blick«;
  • Bildspannung (20/2/2011) fragt: »Was genau ist es eigentlich, das ein Bild aus dem Gleichgewicht bringt?«.