BUCH: Volker Pantenburg: Farocki/Godard. Film as Theory


Die filmtheoretische Studie von Volker Pantenburg: Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard (Bielefeld: transcript 2006) ist in der OAPEN Library in der englischen Übersetzung, ergänzt um ein neues Vorwort, veröffentlicht worden: Farocki/Godard. Film as Theory, Amsterdam University Press 2015 (weitere Informationen hier).

Zur Website von Volker Pantenburg hier.

»C’est le film qui pense«, sagt Jean-Luc Godard: Der Film mit seinen Bild- und Tonfolgen sei als eigenständige Form des Denkens aufzufassen und eröffne andere Reflexionsmöglichkeiten als die Sprache.
Dabei ist dem Medium Film die theoretische Abstraktion scheinbar fremd – zu sehen ist stets Konkretes: Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein, Arbeiter kommen aus einem Fabriktor, eine Frau verkauft Zeitungen auf den Champs-Elysées. Angefangen mit den Montagetheorien des russischen Films hat es jedoch immer wieder Versuche gegeben, durch die Kombination von Einstellungen Theoretisches sichtbar zu machen; es nicht als Worte an die Bilder heranzutragen, sondern innerhalb des Mediums selbst zu artikulieren. Jean-Luc Godard und Harun Farocki arbeiten seit Jahrzehnten an einer solchen Praxis des »Films als Theorie«, in deren gedanklichem Zentrum der Schneideraum steht.

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dffb stellt Filme und Archiv-Materialien online

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) hat eine Website online gestellt, die Materialien aus den Archiven der Filmschule bereit stellt, unter anderem Kurzfilme und Dokumente von ehemaligen Studierenden (etwa Helke Sander, Harun Farocki, Wolfgang Petersen oder auch Holger Meins). Essays und Texte, beispielsweise zur „Berliner Schule“ (Teil 1 und Teil 2) oder zu Farocki als Lehrer sind dort ebenfalls zu finden.

Quellen zu Montagetheorien

Gerhard Schumm, Professor für Montage an der Hochschule „Konrad Wolf“, betreibt die sehr umfangreiche Website montagetheorien.de, auf der unter anderem jede Menge Texte zur Montage online gestellt sind sowie eine wirklich wirklich lange Literaturliste.

Auch für die „Berichte und Papiere für Medienwissenschaft“ der Uni Hamburg  hat Schumm eine etwas ältere (Stand: März 2001), aber ausführliche Arbeitsbibliographie zu Montagetheorien zusammengestellt.

Erwähnt werden muss hier natürlich auch die Jubiläumsnummer der Zeitschrift montage AV (20/1/2011) mit zur [montage]. (Inhaltsverzeichnis siehe unten.)

Update

Ebenfalls online stehen…

… die Hausarbeit von Sarah Agbeyegbe (Uni Potsdam, WS 2002/03) „Die Montage – ein filmgeschichtlicher Abriss zu kinematografischer Wirkung und Funktion“;

… eine Website zum Schnitt der Deutschen Filmakademie;

… sowie (ebenfalls dort) Interviews mit Cutterinnen (auch hier und hier). (Hier geht’s zu allen Interviews mit Filmemacher:innen.)

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