Online-Ausstellung: Das Kino des Ersten Weltkriegs. Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte

Eine virtuelle Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek, kuratiert vom
Deutschen Filminstitut: Das Kino des Ersten Weltkriegs: Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte.

Weiterlesen

Advertisements

Quellen zur Mediengeschichte: Historische Lexika auf zeno.org

Auf zeno.org findet man eine Bibliothek historischer, mittlerweile gemeinfreier Werke aus allen Bereichen (Literatur, Kunst, Musik, Geschichte, Naturwissenschaften u.a.) sowie eine breite Sammlung historischer Lexika aus dem 19. Jahrhundert. In diesen lässt sich Mediengeschichte nachverfolgen, zum Beispiel über die Stichworte

Hier ein Überblick zur Begriffsgeschichte von „Medium“:

Historische Quelle (Technikgeschichte): Polytechnisches Journal (1820-1931)

Das Polytechnische Journal war eine der „der bedeutendsten technischen Zeitschriften deutscher Sprache des 19. Jahrhunderts“ und

wurde 1820 vom Augsburger Fabrikanten und Chemiker Johann Gottfried Dingler begründet. Mit einer Laufzeit von 111 Jahren ist diese Zeitschrift ein beispielloses, europaweites Archiv der Technik-, Wissens- und Kulturgeschichte.

Als Dingler-Online wurde in diesem Projekt des Instituts für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin der gesamte Bestand der Zeitschrift digitalisiert und frei verfügbar gemacht. Für Mediengeschichte einschlägig sind bspw. Beiträge zur Photographie, zum Kino („Kinematographie„), zum Fernsehen oder zum E. J. Marey’s Chronographen.

 

Digitale Repositorien und Sammlungen: Frankreich

Der Versuch einer Übersicht über zahlreiche französischsprachige OA-Repositorien:

Historische Quellen:

Le Cnum. Conservatoire numérique des Arts et Métiers, dort vor allem die Sammlung Technologies de l’information et de la communication; dort findet man z.B. die Études photographiques sur la locomotion de l’homme et des animaux (Paris : [Gauthier-Villars], 1883-1887) von Étienne-Jules Marey

Gallica ist die digitale Bibliothek der französischen Nationalbibliothek (BNF). Dort findet man z.B. von Alphonse Bertillon: Identification anthropométrique. Instructions signalétiques (Paris 1885) oder die Filmzeitschrift Cinéma. Annuaire de la projection fixe et animée (1911-1914) oder einzelne Ausgaben von Le Film : hebdomadaire illustré : cinématographe, théâtre, concert, music-hall (1919). Hier die Ergebnisse einer Recherche nach dem Stichwort „cinématographe“.

Wissenschaftliche OA-Repositorien:

Persée ist ein Repositorium französischsprachiger wissenschaftlicher Zeitschriften, vor allem aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Sammlung Arts (Histoire de l’art, Architecture) enthält u.a. die Zeitschrift Vibrations. Musiques, médias, société (1985-1991) (hier ein Themenschwerpunkt zu Filmmusik).

Die legendäre Zeitschrift Communications (1961-) ist ebenfalls (auf persée) vollständig online. Dort findet man beispielsweise zahlreiche Aufsätze von Roland Barthes (hier die Übersicht über alle Texte), etwa die Rhetorik des Bildes, oder den Real(ität)seffekt (hier eine deutsche Übersetzung). Oder die extrem einflussreiche Nummer 23 (1975) zu Psychoanalyse und Kino, mit Aufsätzen von Bellour, Metz, Baudry, Kristeva, Barthes, Guattari, Kuntze u.a. mehr.

érudit ist die Online-Plattform für frankophone wissenschaftliche Publikationen aus den USA und Kanada. Dort fidmnet man u.a. die zeitschrift Cinémas : revue d’études cinématographiques / Cinémas: Journal of Film Studies; sowie Intermédialités : histoire et théorie des arts, des lettres et des techniques / Intermediality: History and Theory of the Arts, Literature and Technologies. (Ausgaben sind zum Teil erst nach einer Frist online)

OpenEdition schließlich „est un portail de ressources électroniques en sciences humaines et sociales.“ Die plattform umfasst u.a. das Repositorium für wissenschaftliche Zeitschriften revues.org, dort findet man u.a.

und andere mehr.

 

 

 

Person: Claus Pias. Medientheorie und Mediengeschichte

Claus Pias, Professor für Medientheorie und Mediengeschichte an der Leuphana Universität, stellt auf seiner (alten) Homepage an der Universität Essen eine Auswahl von medientheoretischen Publikationen aus dem Zeitraum 1996-2005 zum Download bereit (dort unter der Rubrik: Aufsätze).

Unter anderem finden sich dort Texte über Nutzen und Nachteil des Computers für die Kunstgeschichte, über Poststrukturalismus, über Digitale Sekretäre: 1968, 1978, 1998 und über die Zombies der Revolution.

Die Dissertation von Claus Pias: Computer Spiel Welten (Weimar 2000) ist als Open Access-Publikation erhältlich. (Die Printversion ist bei diaphanes erschienen).

Hier geht es zur aktuellen Homepage von Claus Pias: medientheorie.com.

 

 

 

Stefan Rieger: Texte zur Mediengeschichte und Medientheorie

Stefan Rieger, Inhaber der Professur für Mediengeschichte und Kommunikationstheorie an der Ruhr-Universität Bochum, stellt auf seiner Homepage zahlreiche Publikationen im Volltext bereit, unter anderem zum Verhältnis von Mensch, Medien und Moderne, zum tautologischen Telefonieren, oder zu einer Wissenschaftsgeschichte der Intermedialität.

BUCH: Trick 17. Mediengeschichten zwischen Zauberkunst und Wissenschaft

Neuerscheinung bei meson press:

Trick 17. Mediengeschichten zwischen Zauberkunst und Wissenschaft, hg. v. Sebastian Vehlken, Katja Müller-Helle, Jan Müggenburg, Florian Sprenger. Lüneburg: meson press 2016.

Der Zauber der Medien speist sich aus ihrem Geheimnis: Den Usern von heute sind Laptop, Smartphone oder Tablet eine Blackbox, die ihre Sinne im Bann hält und die Techniktricks im Inneren hinter einer opaken Oberfläche verbirgt. Doch solche Verzauberung ist nicht neu. Um ihr auf die Spur zu kommen, nähert sich dieses Buch der Mediengeschichte der Zauberei an der Schwelle zwischen magischem Moment und Ent-Täuschung.

Inhaltsverzeichnis

OA-Journal: Zeithistorische Forschungen

Die Zeithistorischen Forschungen | Studies in Contemporary History sind ein Open-Access-Journal, das vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam herausgegeben wird. Viele der Schwerpunkte und Artikel sind auch für Film- und Medienwissenschaft interessant, unter anderem:

Hier gehts zur Schlagwortsuche nach „Medien“ , nach „Fernsehen“ und nach „Film“.

Historische Quelle: Illustrierte Magazine der klassischen Moderne

Wer nach historischen Quellen für Kultur, Kunst, Design und Alltagsleben der Weimarer Republik sucht, wird unter „Illustrierte Magazine der klassischen Moderne“ reichlich Material finden. Aufbereitet wurden unter anderem die

kompletten Beständen von „Querschnitt“, „UHU“, „Kriminal-Magazin“, dem „Jüdischen Magazin“, dem „Auto-Magazin“ und der „Revue des Monats“ […] mehr als 650 Ausgaben, 75.000 Druckseiten und über 50.000 Abbildungen

Hier die Ergebnisse für eine Recherche mit dem Stichwort „Film“, hier ein zeitlos gültiger Beitrag von Carl Einstein.

Ein Digitalisierungsprojekt der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und des Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt.

Hamburger Hefte zur Medienkultur

Die Hamburger Hefte zur Medienkultur, erschienen 2001-2011, waren eine Schriftenreihe des Instituts für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg, die der Publikation von Forschungsergebnissen und Beiträgen zu Fragen der Medienkultur diente.

Insgesamt sind zwölf Ausgaben erschienen. Die einzelnen Hefte sowie ein vollständiges Inhaltsverzeichnis können hier im PDF-Format heruntergeladen werden, oder direkt hier:

Warte, da kommt noch mehr

Mediengeschichte: Der Telegraph als Verkehrsmittel (1857)

Mehr Quellen zur Mediengeschichte: aus einer Zeit, als „Verkehr“ und „Kommunikation“ noch im Großen und Ganzen dasselbe meinten:

Vgl. den Sammelband „Verkehrsgeschichte und Kulturwissenschaft“ (2012) von Christoph Neubert und Gabriele Schabacher (die Einleitung hier, Rezensionen hier und hier.)

Mechanisches Fernsehen in Patentschriften

Heute vor 90 Jahren führte John Logie Baird in London vor Mitgliedern der Royal Institution und einem Reporter sein mechanisches Fernsehverfahren vor. Aus diesem Anlass: Eine (unvollständige, schnell skizzierte) Geschichte des mechanischen Fernsehens in Patenschriften:

 

Rieplsches Gesetz

Das so genannte „Rieplsche Gesetz“ besagt, dass kein etabliertes Medium von einem neuen Medium vollständig verdrängt wird. Dieser Gedanke oder diese Annahme, von Wolfgang Riepl 1913 anhand des antiken Nachrichtenverkehrs entwickelt, kann auch auf elektronische oder „neue“ Medien übertragen werden („Neue Medien machen alte nicht obsolet, sie weisen ihnen andere Systemplätze zu.“ – Friedrich Kittler).

Die Monographie von Wolfgang Riepl: Das Nachrichtenwesen des Altertums. Mit besonderer Rücksicht auf die Römer, Leipzig-Berlin: Teubner 1913, ist als Digitalisat zugänglich.