Ramón Reichert: Im Kino der Humanwissenschaften (2007)

Ramón Reichert: Im Kino der Humanwissenschaften. Studien zur Medialisierung wissenschaftlichen Wissens. transcript: Bielefeld 2007

In diesem Buch wird erstmals der Stellenwert der audiovisuellen Medien für die Herstellung und Popularisierung von Wissen aufgezeigt. Der historische Rahmen der Studie erstreckt sich dabei von den kinematographischen Bewegungsstudien in Psychiatrie und Physiologie Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Einsatz von Video in den sozialpsychologischen Experimenten der 1970er Jahre. Mit dem Gebrauch von Bewegtbildern zu Zwecken der Kontrolle, Aufzeichnung und Demonstration veränderte sich die gesamte Experimentalkultur der Wissenschaft. Vor dem Hintergrund flexibler medienkultureller Kontexte transformiert sich das Labor zusehends in ein Filmstudio des Wissens, in welchem die Versuchsanordnung am Storyboard entworfen, die epistemischen Gegenstände in Szene gesetzt und die Probanden gecastet werden.

Zu den Verlagsinformationen.

Advertisements

Ostermann: Die Filmerzählung

Eberhard Ostermann: Die Filmerzählung. Acht exemplarische Analysen. München: Fink 2007 (sowie ein Verweis auf die Rezension von Christoph Hesse)

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • CAST AWAY und die Krise der Arbeitsgesellschaft [Robert Zemeckis]
  • MYSTIC RIVER oder die Abwesenheit des Vaters [Clint Eastwood]
  • Die Religion der Liebe in BREAKING THE WAVES [Lars von Trier]
  • Die unbewussten Quellen der Kreativität in SWIMMING POOL [François Ozon]
  • THE SWEET HEREAFTER oder das Leben nach dem Trauma [Atom Egoyan]
  • Liebe oder Ehe? Das Problem der Partnerwahl in BIRTH [Jonathan Glazer]
  • Soziale und ästhetische Verunsicherung in CACHÉ [Michael Haneke]
  • TASTE OF CHERRY, eine Allegorie der Zerrissenheit [Abbas Kiarostami]

Dissertation: Mit John Dewey im Kino

Dissertation von Daniel Kramp: Mit John Dewey im Kino (Universität zu Köln 2012)

Abstract:
Im Jahr 1934 veröffentlicht John Dewey „Art as Experience“. Im Rahmen dieser pragmatistischen Kunsttheorie versucht Dewey die verbindung zwischen Kunst und alltäglichem Erleben/Erfahren („Experience“) wieder herzustellen. Zu diesem Zweck formuliert Dewey eine Rezeptionsästhetik, in der die klare Trennung zwischen KünstlerIn – BetrachterIn – Kunstobjekt aufgehoben wird im Prozess des eigentlichen Kunsterlebens („Work of Art“).

Weiterlesen

Liebrand: Gender-Topographien in Hollywoodfilmen

Im Print vergriffen, online weiterhin erhältlich: Liebrand, Claudia (2003) Gender-Topographien. Kulturwissenschaftliche Lektüren von Hollywoodfilmen der Jahrhundertwende. Mediologie, 8.

Die Geschlechterdifferenz organisiert in Filmen nicht nur den Plot, sondern dessen gesamtes Repräsentationssystem. Gibt es doch keine (filmischen) Erzählmodelle, die nicht geschlechtlich markiert sind. Den Analysen geht es um eine kulturwissenschaftlich produktive Lektüre von Hollywoodfilmen der Jahrhundertwende. Fokussiert werden filmische ‚Baustellen‘ kultureller Sinnproduktion. Filme kartographieren Repräsentationsfelder und deren Gender-Topiken: sie entwerfen Gender-Topographien.

Zum Publikationsserver an der Universität Köln.

Interview mit der Autorin auf Deutschlandfunk.

Leschke/Venus: Spielformen im Spielfilm

SpielformenLink auf einen Sammelband: Rainer Leschke, Jochen Venus (Hg.): Spielformen im Spielfilm. Zur Medienmorphologie des Kinos nach der Postmoderne. Bielefeld: transcript 2007.

Die aktuelle Konjunktur exzentrischen Erzählens im gegenwärtigen Kino ist längst nicht mehr bloß die Illustration einer condition postmoderne, sie verweist vielmehr auf die Hybridisierung von Erzählung und Spiel im digitalen Medienumbruch.

Weiterlesen