Digitale Repositorien und Sammlungen: Frankreich

Der Versuch einer Übersicht über zahlreiche französischsprachige OA-Repositorien:

Historische Quellen:

Le Cnum. Conservatoire numérique des Arts et Métiers, dort vor allem die Sammlung Technologies de l’information et de la communication; dort findet man z.B. die Études photographiques sur la locomotion de l’homme et des animaux (Paris : [Gauthier-Villars], 1883-1887) von Étienne-Jules Marey

Gallica ist die digitale Bibliothek der französischen Nationalbibliothek (BNF). Dort findet man z.B. von Alphonse Bertillon: Identification anthropométrique. Instructions signalétiques (Paris 1885) oder die Filmzeitschrift Cinéma. Annuaire de la projection fixe et animée (1911-1914) oder einzelne Ausgaben von Le Film : hebdomadaire illustré : cinématographe, théâtre, concert, music-hall (1919). Hier die Ergebnisse einer Recherche nach dem Stichwort „cinématographe“.

Wissenschaftliche OA-Repositorien:

Persée ist ein Repositorium französischsprachiger wissenschaftlicher Zeitschriften, vor allem aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Sammlung Arts (Histoire de l’art, Architecture) enthält u.a. die Zeitschrift Vibrations. Musiques, médias, société (1985-1991) (hier ein Themenschwerpunkt zu Filmmusik).

Die legendäre Zeitschrift Communications (1961-) ist ebenfalls (auf persée) vollständig online. Dort findet man beispielsweise zahlreiche Aufsätze von Roland Barthes (hier die Übersicht über alle Texte), etwa die Rhetorik des Bildes, oder den Real(ität)seffekt (hier eine deutsche Übersetzung). Oder die extrem einflussreiche Nummer 23 (1975) zu Psychoanalyse und Kino, mit Aufsätzen von Bellour, Metz, Baudry, Kristeva, Barthes, Guattari, Kuntze u.a. mehr.

érudit ist die Online-Plattform für frankophone wissenschaftliche Publikationen aus den USA und Kanada. Dort fidmnet man u.a. die zeitschrift Cinémas : revue d’études cinématographiques / Cinémas: Journal of Film Studies; sowie Intermédialités : histoire et théorie des arts, des lettres et des techniques / Intermediality: History and Theory of the Arts, Literature and Technologies. (Ausgaben sind zum Teil erst nach einer Frist online)

OpenEdition schließlich „est un portail de ressources électroniques en sciences humaines et sociales.“ Die plattform umfasst u.a. das Repositorium für wissenschaftliche Zeitschriften revues.org, dort findet man u.a.

und andere mehr.

 

 

 

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Was tun: Vergriffene Werke wieder zugänglich machen

Vielen Autor/innen ist nicht bewusst, dass sie das Recht haben, eigene Werke, die im Handel nicht mehr erhältlich sind (vergriffen), erneut zugänglich zu machen. Wenn ein Verlag das ihm eingeräumte Recht auf Verwertung nicht mehr in Anspruch nimmt, d.h. das Buch oder den Artikel nicht mehr in Umlauf bringt, hat die Autorin oder der Autor ein Rückrufsrecht (nach §41 UrhG).

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Andere Repositorien: Sozialwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft

Heute ein Hinweis auf zwei Repositorien jenseits von Medienkulturwissenschaft & Ästhetik. Das Social Science Open Access Repository (SSOAR)

bündelt sozialwissenschaftlich relevante, qualitätsgeprüfte Literatur und stellt sie entsprechend der Berliner Erklärung für freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Open Access zur Verfügung.

Da sich auch Sozialwissenschaftler mit Film und Fernsehen auseinandersetzen, ist auch das SSOAR eine Fundgrube für Suchen nach den entsprechenden Stichworten.

Ähnliches gilt für EconStor, dem

Open-Access-Server der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften / Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). EconStor dient der freien Veröffentlichung wissenschaftlicher Literatur aus den Wirtschaftswissenschaften.

wobei die Suche nach den Stichworten „Film“ oder „Fernsehen“ erwartungsgemäß Titel ausgibt, die sich mit Marketing, Produktion, Filmindustrie, Medienökonomie usf. beschäftigen.

Repositorium Medienkulturforschung

Das Repositorium Medienkulturforschung publiziert wissenschaftliche Beitrage zur Medienkulturforschung im Open-Access-Verfahren:

04/2014 | Hißnauer (2014) “Vergangenheitsbewältigung” im Tatort?
02/2014 | Kuhn (2014): YouTube als Loopingbahn
01/2014 | Grampp/Ruchatz (2014): Die Enden der Fernsehserien

12/2013 | Neitzel (2013): Perspektive in Computerspielen
09/2013 | Hickethier (2013): Unternehmensgeschichtsschreibung der Medien
09/2013 | Nohr (2013): Raumfetischismus
08/2013 | Führer (2013): Hamburger Zeitungsmarkt nach 1933
07/2013 | Filk/Ruchatz (2013): Emilie Altenloh

Digi 20: Publikationen zu Film, Fernsehen, Radio, Fotografie

Digi20 ist eine Initiative der DFG in Kooperation mit Bayerischen Staatsbibliothek, in der Publikationen, die mit DFG-Mitteln gefördert wurden, retrodigitalisiert werden.

  1. Publikationen im Fachgebiet „Film“
  2. Publikationen im Fachgebiet Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen)
  3. Publikationen im Fachgebiet „Photographie“

Das vorliegende Projekt steht im Kontext der Aktionslinie „Digitalisierung der DFG-Sondersammelgebiete“ und konzentriert sich auf die Digitalisierung überwiegend geistes- und sozialwissenschaftlicher, nicht gemeinfreier Literatur mit Schwerpunkt auf monographischen Werken.

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Recherchetipp: Dissertationen

Open-Access-Dissertationen aus dem Bereich Filmwissenschaft findet man über die Erweiterte Suche auf dem Portal der Deutschen Nationalbibliothek. Dort die Suchmaske wie folgt ausfüllen:

  • Hochschulschriftenvermerk: diss*
  • DDC-Notation: 791*
  • Standorte/Kataloge: Online (frei zugänglich)

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Texte und Vorträge von Hans Jürgen Wulff

Hans Jürgen Wulff, Filmwissenschaftler an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat ein sehr umfangreiches Repositorium seiner Texte (und von Kolleg/innen) online gestellt.

Jeder kann beitragen:

Es geht darum, film- und fernsehwissenschaftliche Arbeiten online zu stellen, sie damit dem wissenschaftlichen Diskurs und der weiteren Arbeit zugänglich zu machen. Darum auch soll die Plattform sukzessive um Texte anderer Film- und Medienwissenschaftler erweitert werden – die Publikation vergriffener oder schwer zugänglicher Texte bleibt eine Daueraufgabe für die Filmwissenschaft.

Aktuell sind 409 Veröffentlichungen in zehn Kategorien online, darunter Texte zur semiotischen Dimension des Titels, zur Dramaturgie der überraschenden Wendungen und zu Film-Telefonaten. Manche der Texte liegen als Langfassung einer im Print gekürzten Version vor, sind also nirgendwo sonst einsehbar.