Open Access Repositorium für Medienwissenschaft „MediaRep“

Gute Neuigkeiten: Die DFG hat unseren Antrag auf Einrichtung eines Open Access Repositoriums für Medienwissenschaft (Arbeitstitel: MediaRep) bewilligt. Antragsteller ist Malte Hagener, getragen wird das Repositorium vom Institut für Medienwissenschaft sowie der Universitätsbibliothek der Philipps Universität Marburg.

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Historische Filmzeitschrift: Kinema (1911-1919)

e-periodica istdie Open-Access-Plattform der ETH Zürich für digitalisierte Schweizer Zeitschriften. Verfügbar über die Plattform ist unter anderem das Archiv der ersten Schweizer Filmzeitschrift Kinema (Zeitraum 3/1913-9/1919).

„Kinema“ (1911-1919) war die erste Schweizer Filmzeitschrift. Das wöchentlich erscheinende Branchenblatt vertrat die Interessen der Kinobetreiber und Filmverleiher. Man äusserte sich zu Fragen der Filmkunst, verteidigte das Kino gegen Anfeindungen oder nahm Stellung zu behördlichen Regulierungsmassnahmen (beispielsweise Kinoschliessungen infolge der Grippeepidemie von 1918). Die Fachzeitschrift diente ebenso den alltäglichen Geschäftsbedürfnissen der aufstrebenden Unterhaltungsindustrie (internationale Neuigkeiten, Verbandsnachrichten, Filmbeschreibungen oder Verleih-Inserate).

 

Open-Access-Publikationen der UB Frankfurt

Der Publikationsserver der Goethe-Universität Frankfurt am Main bietet Open-Access-Publikationen zu Film, Fernsehen, Medien (und natürlich vielen anderen Themen). Zugriff auf Ressourcen der Film- und Fernsehwissenschaft erhält man über einen Suchbegriff (z.B. Film, Fernsehen) oder über die DDC-Klassifikation (z.B. auf 791 Öffentliche Darbietungen, Film, Rundfunk).

Texte und Vorträge von Wolfgang Hagen

Der Medienwissenschaftler Wolfgang Hagen (Uni Lüneburg) stellt auf seiner Homepage ein Archiv seiner Publikationen, Vorträge und Seminare bereit, u.a. zu den Theorien des Radios, zur Geschichte des Medienbegriffs in der Antike oder zur Medienarchäologie des Handys.

Ebenfalls als Open Access verfügbar ist seine Monografie Das Radio. Zur Geschichte und Theorie des Hörfunks – Deutschland / USA (München 2005).

ART-Dok: Volltextserver Kunstgeschichte

ART-Dok ist der Volltextserver der Virtuellen Fachbibliothek Kunst (arthistoricum.net) und umfasst nach eigenen Angaben aktuell 3.273 Publikationen mit freiem Zugang zum elektronischen Volltext.

Auch hier wird man als Film- und Medienwissenschaftler fündig, beispielsweise über eine Suche nach „Thema: Film“ im Archivserver, über eine Google-Suche nach „Film oder Fernsehen„oder über eine Suche nach den Themen „Fotografie/Computerkunst“.

Einschlägige Treffer sind beispielsweise Kunst und Film bei den Simpsons (von Henry Keazor), zur Filmpoetik von Friedrich Wilhelm Murnau (von Jürgen Müller) oder die Beiträge des Workshops Zur ästhetischen Umsetzung von Musikvideos im Kontext von Handhelds (MuVikon 11, Saarbrücken 2011).

Andere Repositorien: Sozialwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft

Heute ein Hinweis auf zwei Repositorien jenseits von Medienkulturwissenschaft & Ästhetik. Das Social Science Open Access Repository (SSOAR)

bündelt sozialwissenschaftlich relevante, qualitätsgeprüfte Literatur und stellt sie entsprechend der Berliner Erklärung für freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Open Access zur Verfügung.

Da sich auch Sozialwissenschaftler mit Film und Fernsehen auseinandersetzen, ist auch das SSOAR eine Fundgrube für Suchen nach den entsprechenden Stichworten.

Ähnliches gilt für EconStor, dem

Open-Access-Server der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften / Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). EconStor dient der freien Veröffentlichung wissenschaftlicher Literatur aus den Wirtschaftswissenschaften.

wobei die Suche nach den Stichworten „Film“ oder „Fernsehen“ erwartungsgemäß Titel ausgibt, die sich mit Marketing, Produktion, Filmindustrie, Medienökonomie usf. beschäftigen.

Podcasts: Stimmen der Kulturwissenschaft

Ein sehr schönes (und sehr schön gestaltetes) Projekt von Daniel Meißner, Historiker und Medienwissenschaftler in Wien: Stimmen der Kulturwissenschaften. Enthält aktuell 81 Interviews mit KulturwissenschaftlerInnen, die Einblicke in ihre Forschungen, Interessen, Themen geben.

Alle Beiträge sind hörenswert, für Filmwissenschaft unter anderem: Drehli Robnik zum europäischen Horrorfilm; Thomas Ballhausen über das Filmarchiv; Eva Horn über die kommenden Katastrophen.

The German Early Cinema Database

Die German Early Cinema Database ist eine Website des DFG-Forschungsprojektes “Visuelle Gemeinschaften: Verhältnisse des Lokalen, Nationalen und Globalen im frühen Kino“ und wird gepflegt von von PD Dr. Joseph Garncarz (an der Universität Köln).

Sie besteht aus drei Datenbanken:

  • Angaben zu (mehreren tausend) Filmen und Filmprogrammen;
  • einer Sammlung mehr als 5,000 deutscher Texte zum Kino, hauptsächlich aus der Zeit von 1895 bis 1914;
  • sowie einer Datenbank zum frühen Wanderkino.