Stefan Rieger: Texte zur Mediengeschichte und Medientheorie

Stefan Rieger, Inhaber der Professur für Mediengeschichte und Kommunikationstheorie an der Ruhr-Universität Bochum, stellt auf seiner Homepage zahlreiche Publikationen im Volltext bereit, unter anderem zum Verhältnis von Mensch, Medien und Moderne, zum tautologischen Telefonieren, oder zu einer Wissenschaftsgeschichte der Intermedialität.

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Pasolinialphabet

Das deutsch-italienische Pasolini-Alphabet ist das Ergebnis einer studentischen Forschergruppe im Rahmen eines Seminars zu Pasolini im WS 2015/16 am Institut für Romanistik und Italianistik der Ludwig-Maximilians-Universität München unter der Leitung von PD Dr. Cornelia Wild.

Die Begriffe wachsen aus dem Namen des Autors „PASOLINI“ heraus und verzweigen sich untereinander. Das Alphabet gibt damit keine Reihung vor wie das ABC, sondern ermöglicht Verknüpfungen: aus P (von Pasolini) wird Palazzo, von Palazzo wiederum zweigen Lucciole und Dizionario ab usw.

Zu den einzelnen Begriffen:

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Geschichte der Filmkritik: Die Weltbühne (1918-1932)

Die Weltbühne (1918-1932) war eine der wichtigsten Wochenzeitschriften für Kultur, Politik, Gesellschaft in der Weimarer Republik. Gegründet wurde sie von Siegfried Jacobsohn (erst als Die Schaubühne), später übernahmen Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky die Leitung. Die Ausrichtung der Weltbühne war linksliberal, zu ihren Autor/innen gehörten Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Alfred Polgar u.v.a. mehr.

Auch zu Film und Kinematographie erschienen regelmäßig Rezensionen und Diskussionsbeiträge, trotz seiner Aversion gegen den „Kulturfaktor Film“ bemühte Jacobsohn sich um eine kontinuierliche Filmkritik. So finden sich in der Weltbühne unter anderem Beiträge von Rudolf Arnheim (der als Redakteur angestellt war)  und Béla Balázs (eine  ausführliche und unvollständige Liste von Autoren und Texten zum Film steht unten).

Hier geht es zur Übersicht über die Ausgaben, mit Links auf die jeweiligen Jahrgänge.

Für eine Studie zur Frühgeschichte deutscher Filmtheorie siehe Habilitationsschrift von Helmut Diederichs: Frühgeschichte deutscher Filmtheorie.  Ihre Entstehung und Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg (Frankfurt am Main 1996) sowie, vom selben Autor, der Historische Abriss der deutschsprachigen Filmkritik 1909 bis 1969, Vortrag bei der SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien, Wien, 23.11.1996.

Hier ein Aufsatz von Michael Grisko zur Filmkritik in der Vorgängerzeitschrift Die Schaubühne (1905-1918).

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Neues OA-Journal: mediaesthetics – Journal of Poetics of Audiovisual Images

mediaesthetics – Journal of Poetics of Audiovisual Images ist eine neue Online-Zeitschrift, die von der Kollegforschergruppe Cinepoetics an der FU Berlin herausgegeben wird und als Open-Access-Journal erscheint. Selbsterklärtes Ziel ist, neue Wege zu finden, Analysen von audiovisuellen Bewegtbildern auf digitalem Wege zu veröffentlichen.

Gerade im Bereich der Medien- und Filmanalyse sind bestimmte Beobachtungen und Inhalte nur in der engen Vernähung von Text und (Bewegt-)Bild adäquat vermittelbar. Was in Tagungspräsentationen mühelos gelingt – Text, Bild und Klänge miteinander in Dialog zu bringen – ist in Printpublikationen schlichtweg unerreichbar. Die Alternative, Blogbeiträge zu verfassen, in denen Videos, Audiodateien und Standbilder mühelos eingebettet werden können, bietet zwar technisch eine Lösung für die angesprochenen Probleme, eignet sich aber kaum als wissenschaftliches Publikationsforum – die Stichworte sind hier u.a. Qualitätssicherung und persistente Zitierbarkeit. Zu flüchtig scheint das Netz, um wissenschaftlichen Standards zu genügen.

mediaesthetics möchte genau in diese Lücke stoßen. Wir verfolgen die Idee einer open-access Online-Publikation, deren Aufgabe es sein soll, der Methode und Praxis film- bzw. medienwissenschaftlicher Forschungsbeiträge eine Gestalt zu verleihen, die das wissenschaftliche Schreiben, Beschreiben, Zitieren und Argumentieren mit der Dynamik und Zeitlichkeit des audiovisuellen Bildes und mit den dynamischen Möglichkeiten digitaler Veröffentlichungsformate verschränkt.

Die erste Nummer befasst sich mit Kriegsfilmen, Western, Genre u.a. mehr.

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Rabbit Eye: Film und ostasiatische Ästhetik

Neue Ausgabe der Online-Filmzeitschrift Rabbit Eye: Film und ostasiatische Ästhetik. Perspektiven für die Filmtheorie (008|2016).

Aus dem Editorial (von Simon Frisch):

Zum einen geht es um filmästhetische und filmtheoretische Transferbewegungen zwischen dem ostasiatischen und dem westlichen Kulturraum. Vor allem aber geht es darum, für die wesentlich durch abendländische Ästhetikkonzepte geprägte Filmtheorie Perspektiven und Konzepte aus ostasiatischen Ästhetiktraditionen zu erschließen.

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Werner Nekes: Lexikon der optischen Medien

Der Filmemacher Werner Nekes sammelt seit Jahren historische optische Medien und verwandte Objekte und Spielzeug aus der Zeit der Vorgeschichte des Kinos (Laterna magica,  Thaumatrop, Guckkasten und vieles mehr). Auf seiner Website stellt er dazu ein umfangreiches Lexikon der optischen Medien bereit, mit mehr als 200 Einträgen von Alabastra-Theater bis Zylinderanamorphosen.

 

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BUCH: Trick 17. Mediengeschichten zwischen Zauberkunst und Wissenschaft

Neuerscheinung bei meson press:

Trick 17. Mediengeschichten zwischen Zauberkunst und Wissenschaft, hg. v. Sebastian Vehlken, Katja Müller-Helle, Jan Müggenburg, Florian Sprenger. Lüneburg: meson press 2016.

Der Zauber der Medien speist sich aus ihrem Geheimnis: Den Usern von heute sind Laptop, Smartphone oder Tablet eine Blackbox, die ihre Sinne im Bann hält und die Techniktricks im Inneren hinter einer opaken Oberfläche verbirgt. Doch solche Verzauberung ist nicht neu. Um ihr auf die Spur zu kommen, nähert sich dieses Buch der Mediengeschichte der Zauberei an der Schwelle zwischen magischem Moment und Ent-Täuschung.

Inhaltsverzeichnis

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Open Access in Media Studies

Open Access in Media Studies ist ein neu gestartetes, englischssprachiges Weblog von Jeroen Sondervan (in Zusammenarbeit mit dem European Network for Cinema and Media Studies), das zu zentralen Fragen des Open Access im Bereich der Medienwissenschaft Auskunft gibt. Konkret wird angeboten:

Jeroen Sondervan hat jahrelange Erfahrung im Bereich wissenschaftlicher Publikationen und ist u.a. mit Amsterdam University Press verbunden.

 

 

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Hans Ulrich Reck: Audiolectures

„Audiolectures“ sind eine Reihe von Vorträgen , die der Kunstwissenschaftler und Philosoph Hans-Ulrich Reck seit 2003 an der Kunsthochschule für Medien zu Köln gehalten hat.

Die audiolectures basieren auf aufgearbeitetem Material, das aus verschiedenen Semesterzyklen stammt und Vorlesungen dokumentiert, die sich auf breiter Ebene mit der Geschichte der Künste im medialen Kontext auseinandersetzen.

Schwerpunkte der Audiolectures sind u.a. Traum-Bilder; Utopie, Funktion, Kritik, Kontext von Kunst im 20. Jahrhundert; Brechungen, Setzungen und Expansionen; kulturelle Transfers in der europäischen Zivilisationsgeschichte.

(Link zu den Audiolectures auf dem Publikationsserver.)

 

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OA-Zeitschriften: Kulturanthropologie und vokus

Blick in andere Disziplinen:

 

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Linksammlung zu filmhistorischen Quellen

The Promise of Cinema. German Film Theory 1907-1933, (hg. v. Anton Kaes,  Nicholas Baer, Michael Cowen), University of California Press, 2016 versammelt 278 ins Englische übersetzte, urspüngliche deutschsprachige Beiträge (siehe Inhaltsverzeichnis) zur Filmdebatte aus der Zeit vor 1993 (vgl. hier und hier für entsprechende deutsche Anthologien).

Begleitend zur Publikation wurde eine ausführliche und hoch informative Website erstellt, die wiederum eine umfangreiche Linkliste auf mehr als dreißig deutschsprachige Filmpublikationen aus der Zeit vor 1933 enthält. Die Texte diskutieren u.a. die technischen, ästhetischen, moralischen und urheberrechtlichen Aspekte der Kinematographie. Auch der Kaiser im Film wird natürlich ausführlich gewürdigt, ebenso wie Kino und Erdkunde.

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BUCH Jennifer Bleek: Blick und Welt. Filmästhetische Konstruktionen beim frühen Terrence Malick (2009)

Mittlerweile ist Malick zwar kein „unentdecktes Juwel“ mehr, aber für das Frühwerk liegt hier eine Analyse vor: Jennifer Bleek: Blick und Welt. Filmästhetische Konstruktionen beim frühen Terrence Malick. Paderborn, München: Fink 2009

Der Filmemacher und Philosoph Terrence Malick ist ein noch weitgehend unentdecktes Juwel der Hollywood-Filmkunst: Minutiös rekonstruiert Jennifer Bleek sein schmales, aber filmästhetisch überaus gehaltvolles Frühwerk.

Zur Verlagsinfo. Zur Rezension auf sehepunkte.

 

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BUCH Hartmut Winkler: Prozessieren. Die dritte Medienfunktion

Hartmut Winkler hat der ohnehin umfangreichen Volltextsammlung auf seiner Homepage Open Desk  (die seit mittlerweile 20 Jahren online ist: Glückwünsche!) seine aktuellste Publikation hinzugefügt:

Hartmut Winkler: Prozessieren. Die dritte, vernachlässigte Medienfunktion. München: Fink 2015.

Aus den Verlagsinformationen:

Übertragen, Speichern und Prozessieren gelten als die drei zentralen Medienfunktionen. ›Übertragen‹ meint die Fähigkeit der Medien, räumliche Distanzen zu überwinden. Das ›Speichern‹ steht für die Überwindung der Zeit, für Traditionsbildung und kulturelle Kontinuierung. Was aber ist mit der dritten Medienfunktion, dem Prozessieren?
Der Begriff stammt aus dem Umfeld des Computers; Computer übertragen und speichern Daten nicht nur, sondern sie verknüpfen sie, verändern sie und formen sie um. Aber handelt es sich tatsächlich um eine dritte Medienfunktion, die gleichrangig ist mit Speichern und Übertragen? Das Buch untersucht, was Prozessieren auf dem Terrain der Medien bedeutet.

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BUCH: Volker Pantenburg: Farocki/Godard. Film as Theory


Die filmtheoretische Studie von Volker Pantenburg: Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard (Bielefeld: transcript 2006) ist in der OAPEN Library in der englischen Übersetzung, ergänzt um ein neues Vorwort, veröffentlicht worden: Farocki/Godard. Film as Theory, Amsterdam University Press 2015 (weitere Informationen hier).

Zur Website von Volker Pantenburg hier.

»C’est le film qui pense«, sagt Jean-Luc Godard: Der Film mit seinen Bild- und Tonfolgen sei als eigenständige Form des Denkens aufzufassen und eröffne andere Reflexionsmöglichkeiten als die Sprache.
Dabei ist dem Medium Film die theoretische Abstraktion scheinbar fremd – zu sehen ist stets Konkretes: Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein, Arbeiter kommen aus einem Fabriktor, eine Frau verkauft Zeitungen auf den Champs-Elysées. Angefangen mit den Montagetheorien des russischen Films hat es jedoch immer wieder Versuche gegeben, durch die Kombination von Einstellungen Theoretisches sichtbar zu machen; es nicht als Worte an die Bilder heranzutragen, sondern innerhalb des Mediums selbst zu artikulieren. Jean-Luc Godard und Harun Farocki arbeiten seit Jahrzehnten an einer solchen Praxis des »Films als Theorie«, in deren gedanklichem Zentrum der Schneideraum steht.

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OA-Journal: Apparatus – Film, Media and Digital Cultures

Ich wurde auf eine neue medien- und kulturwissenschaftliche OA-Zeitschrift aufmerksam gemacht:

Apparatus. Film, Media and Digital Cultures of Central and Eastern Europe thematisiert „Film- und digitale Medienkulturen in ost-, mittel- und südosteuropäischen Ländern“, erscheint seit 2015 (aktuell: zwei Ausgaben), wird vom Osteuropa-Institut der FU Berlin unterstützt, von einer internationalen Redaktion betreut und veröffentlicht nach einem double blind peer review-Verfahren.

Das Archiv der Zeitschrift findet man hier.

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